Törnplanänderung

Liebe Mitsegler*innen

Sicher habt auch ihr die Entwicklung der Fallzahlen in Grossbritannien verfolgt und euch gefragt, ob wir dort segeln können. Wir haben bis zuletzt gehofft, dass es diesmal klappt. Leider wird es auch in diesem Jahr nicht möglich sein. Das Virus hat sich, wie ihr alle wisst, wieder eine neue Variante ausgedacht und damit unsere Pläne durchkreuzt. Daher hat der Vorstand des SSC gestern beschlossen, die Reise nach Grossbritannien abzusagen.

Dennoch wollen wir natürlich segeln und ihr hoffentlich auch. Aus diesem Grund informieren wir euch heute ausführlich über die verschiedenen denkbaren Routen und möchten diese gerne mit euch per Zoom besprechen.

Sicher ist:

Wir starten am Wochenende 26./27. Juni in Peenemünde. Am 3.7. sind wir in Hamburg, wo die erste Crew an Bord kommt, die mit uns nach Amsterdam segelt.

Von Amsterdam (10.7.) wollen (oder vielmehr müssen) wir wieder zurück in Richtung Dänemark, Deutschland und Schweden segeln.

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Option: Von Amsterdam um Skagen (Nordspitze von Dänemark) herum Richtung Göteborg oder Kopenhagen. Denkbar ist auch eine Passage durch den Limfjorden. Das ist eine Querverbindung von der Nordsee (Thyborøn) über Aalborg in das Kattegat (Hals). Dieser Törn ist sicher auch landschaftlich sehr reizvoll.

Auf dieser Strecke wäre ein Crewwechsel für den Törn vom 17. -24.7. z.B. im dänischen Esbjerg denkbar. Das ist Dänemarks grösster Nordseehafen und mit der Bahn von Basel über Hamburg gut zu erreichen (z.B. mit dem Nachtzug von/nach Hamburg).



Ab Esbjerg sind 2 Zielhäfen denkbar:
entweder von Esbjerg nach Kopenhagen, was ein Törn mit ca. 350 sm wäre (also sportlich mit einzelnen langen Schlägen).
oder von Esbjerg nach Göteborg. Das wären ca. 250 sm. (etwas entspannter).



2. Option: Von Amsterdam über Hamburg durch den NOK (Nord-Ostsee-Kanal) nach Kopenhagen. In dieser Variante würde der Crewwechsel zum Törn vom 17.-24. Juli dann in Hamburg stattfinden.
Die erste Woche ginge über die Friesischen Inseln und wenn möglich Helgoland. Während der zweiten Woche wäre man einen Tag unter Maschine im Kanal im Landesinnern unterwegs.
Bei diesem Törn würden wir um die 250 sm zurücklegen. Also auch ein entspannter Törn.

Von Kopenhagen oder Göteborg möchten wir dann weitere Törns segeln. Dabei ist auch wieder Kiel eine Option als Start- und Zielhafen. Da es eine direkte Verbindung von Zürich nach Kiel gibt, ist es aus der Schweiz sehr einfach zu erreichen.

Grundsätzlich müssen wir uns nach den Reisebestimmungen und eventuellen Auflagen in den einzelnen Ländern richten. Stand heute kann man sich in Dänemark und Deutschland relativ frei bewegen. Es gibt nur noch geringfügige Auflagen, z.B. was das Tragen von Masken betrifft.

Die Häfen sind alle offen und die An-/Abreise ist auch problemlos möglich.

Es geht los

Liebe Segelfreund*innen, liebe Freunde*innen der Timanfaya

Es geht los!

An der Vorstandssitzung vom 21.5.2021 hat der Vorstand des Swiss Sailing Clubs (SSC) beschlossen, dass die Timanfaya planmässig am 19.6.2021 zu ihrem ersten Törn Richtung Kiel starten soll.

Momentan entspannt sich die Situation um Covid-19 in den Gebieten, die angesteuert werden sollen weiter. Deshalb ist der Vorstand sehr optimistisch, dass alle Törns wie geplant durchgeführt werden können, immer im Bewusstsein, dass sich die Lage in kurzer Zeit wieder verschlechtern könnte. Sollten im Laufe der Saison erneut Reisebeschränkungen erlassen werden, die die geplanten Törns verunmöglichen, so wird der SSC im Falle von Stornierungen bzw. Rücktritten von bereits gebuchten Törns, die gleichen Regelungen anwenden wie in der Saison 2020 (siehe Anhang weiter unten).

Dazu folgende Information: Der SSC konnte, aufgrund der Flexibilität vieler Mitsegler*innen in dieser aussergewöhnlichen Situation und des doch passablen Verlaufes der Saison 2020 mit den Törns in der Ostsee, genügend Einnahmen generieren, um 2020 allen Rückzahlungsforderungen zu 100% nachzukommen.

Der SSC geht davon aus, dass sich viele potentielle Mitsegler*innen auch in dieser Saison kurzfristig zur Teilnahme an einem Törn entscheiden werden, und er wird alles in seiner Macht Stehende tun, um die Timanfaya immer pünktlich an den jeweiligen Start- und Zielhäfen für euch bereit zu halten.

Das Skipperpaar, Boris und Andrea, freuen sich also auch über kurzfristige Anfragen und hoffen, viele von euch wieder an Bord der Timanfaya begrüssen zu dürfen, um mit euch die interessanten Segelreviere der Saison 2021 kennen zu lernen.

Wichtige Infos zu Covid-19

Der Skipper, Boris Kulpe, hat am 21.5.2021 seine zweite Impfung erhalten. Die Skipperin, Andrea Brönnimann, hat ihre erste Impfung am 22.5.2021 erhalten, wird am 21.6.2021 die zweite Dosis bekommen und somit bei ihrem Eintreffen auf der Timanfaya ebenfalls komplett geimpft sein.

Zum Thema Reisen im Zusammenhang mit Covid-19 möchte der SSC auf Folgendes hinweisen.

Aufgrund der Situation im Zusammenhang mit Covid-19, weist der SSC ausdrücklich darauf hin, dass sich die Reisebedingungen jederzeit kurzfristig und länderspezifisch ändern können, und dass der SSC für die den Mitsegler*innen daraus eventuell entstehenden, zusätzlichen Kosten keine Haftung übernehmen kann.

Die Mitsegler*innen müssen sich eigenverantwortlich über die aktuellen Regelungen und Reisebestimmungen informieren und diese auch beachten, insbesondere Reisebestimmungen für die An- und Abreise im Start- und Zielland sowie den Aufenthalt im entsprechenden Törngebiet.

Auch Regelungen, die eine eventuell notwendige Impfung, Tests oder andere Massnahmen betreffen müssen die Mitsegler*innen eigenverantwortlich umsetzen. Der SSC übernimmt keine Haftung für eventuelle, den Mitsegler*innen aus Nichtbeachtung von Reisebestimmungen entstehende Kosten und behält sich des Weiteren vor, Kosten, die dem SSC aus Nichtbeachtung von Reisebestimmungen entstehen, den Mitsegler*innen in Rechnung zu stellen.

Es kann sein, dass in den laut Törnplan ausgewiesenen Start- und Zielhäfen, bedingt durch Covid-19, Regeln gelten, die einen Crewwechsel dort verunmöglichen, z.B. Liegeplatzbeschränkungen. Somit ist es möglich, dass auf andere Häfen der Umgebung ausgewichen werden muss. Die Crewmitglieder müssen dann selbstständig und auf eigene Kosten zu bzw. von diesen Ausweichhäfen an- oder abreisen. Sollte dieser Fall eintreten, so wird dies durch den Skipper entsprechend kommunizieren.

Auszug aus dem Beschluss aus dem Jahr 2020

Betreffend der aufgrund von Covid-19 nicht durchführbaren Törns hat der Vorstand des SSC Folgendes beschlossen:

Alle Buchungen und Anzahlungen bleiben bestehen (Gutscheinregelung). Alle Zahlungen die von Clubmitgliedern in diesem Zusammenhang bereits gezahlt wurden, werden zur Abgrenzung als transitorische Passive auf das Buchungsjahr 2021 des SSC gebucht.

Tritt jemand von einer, der gebuchten Reisen zurück, nachdem klar ist, dass diese nicht wie im Törnplan beschrieben durchgeführt werden kann, dann streben wir folgende Regelung an:

Nach dem Jahresabschluss des SSC für das Jahr 2020 werden alle dann vorhandenen, flüssigen Mittel, anteilig auf die einzelnen Rückforderungen aufgeteilt und zurückbezahlt. Dabei ist festzustellen, dass es einzelne Mitsegler*innen gibt, die bereits den vollen Törnbeitrag bezahlt haben, während andere ihre Anzahlung bis heute nicht geleistet haben. Die Mitsegler*innen, die bereits den gesamten Törnbeitrag bezahlt haben, erhalten auf alle Fälle die 2. Rate ganz zurück, bevor dann der Rest anteilig aufgeteilt wird.

Wie diese Reglung konkret ausgestaltet werden könnte, wäre dann Gegenstand der nächsten Generalversammlung des SSC.

Was die Rückzahlungen anbelangt möchte der Vorstand Folgendes anmerken.

  1. Der SSC hat zur Ermöglichung der geplanten Törns 2020 von den Mitsegler*innen Anzahlungen in Höhe von ca. 18.000,00 CHF erhalten.
  1. Der Unterhalt der TIMANFAYA generiert nicht unerhebliche finanzielle Verbindlichkeiten.

Versicherung, Winterlager, Schiffsunterhalt wie z.B. Unterwasseranstrich, Revision der Antriebswelle, jährliche Revision von Hauptmaschine und Generator, Revisionsarbeiten an allen aus Holz gefertigten Teilen (Cockpittisch, Backskistendeckel), um hier nur einige zu nennen.

Es wurden noch weitere für die Sicherheit, die Instandhaltung und generell für die Durchführung der geplanten Törns notwendige Investitionen getätigt. So z.B. 10 neue Automatikschwimmwesten mit Schrittgurt sowie Seekarten (elektronisch und Papier) für das geplante Segelrevier, neuer Kartenplotter.

Und es werden weitere Ausgaben (auch ohne entsprechende Einnahmen) auf den SSC zukommen, wie z.B. die Liegeplatzkosten während der Zeit, der nicht durchführbaren Törns (z.B. in Hamburg oder anderen Häfen u.ä.).

  1. Für das Fortbestehen des SSC wäre es hilfreich, wenn möglichst viele Mitsegler*innen die Gutscheinlösung wählen oder uns auf einem der alternativ angebotenen Törns begleiten würden.

Für uns alle ist die Situation sehr unbefriedigend und ungewiss und wir haben Verständnis für die Bedürfnisse unserer Clubmitglieder. Wir hoffen aber, dass auch die Clubmitglieder ein gewisses Verständnis für die Situation des SSC und der SY TIMANFAYA haben. Der Vorstand des SSC betont hier ausdrücklich, dass er grosses Interesse an einer für alle zufriedenstellenden und einvernehmlichen Lösung hat.

Niedergösgen, der 07.06.2020

Der Vorstand